Ob Verband beim Kleintier oder Notfallmanagement in der Praxis: Bei rund 50 Workshops und Seminaren war am Samstag für jeden etwas dabei.
Hannover. Am Samstagabend lag ein richtiger Seminar-Marathon hinter den TeilnehmerInnen: Vier Blöcke zu je 90 Minuten, voll gepackt mit spannenden und interessanten Veranstaltungen, standen auf dem Plan. Da war es verständlich, dass manche BesucherInnen die halbstündigen Kaffeepausen zwischen den Blöcken zu einem kleinen Schläfchen nutzten – die bequemen Sofas im Foyer luden ja dazu ein.
Außerdem konnten sie so frisch gestärkt die Workshops verfolgen.
Besonders großen Zulauf hatten die Seminare, die sich mit Notfallmanagement beschäftigten. Ein Patient kippt in der Praxis um – was ist zu tun? Auf diese Frage wollte auch MFA-Azubi Julia Auf dem Berg eine Antwort haben. Sie arbeitet in der orthopädischen Abteilung eines Medizinischen Versorgungszentrums in Osnabrück und hatte bisher noch keinen akuten Notfall zu versorgen. „Aber im Falle eines Falles möchte ich genau wissen, wie ich reagieren muss“, sagt die 28-Jährige.
Gelegenheit zum Üben hatte sie genug. Kursleiter Stephan Müller hatte Dummys mitgebracht, die es wiederzubeleben galt. Bei Herzdruckmassage, Beatmung, Reanimation mit und ohne Tubus kamen die Teilnehmer gehörig ins Schwitzen. Selbst Julias Kollegin Christine Brinkmann – die 22-Jährige arbeitet ehrenamtlich bei den Johannitern – nutzte das Seminar zum gezielten Auffrischen: „Einmal hatte ein Patient in der Praxis einen epileptischen Anfall, da war ich zunächst wie gelähmt“, erzählt sie.
Auch die Zahnmedizinischen und Tiermedizinischen Fachangestellten konnten ihr Wissen über die Notfallversorgung ihrer Patienten erweitern. Bei den TFA fehlte zwar der Dummy – dafür erfuhren die Teilnehmer, wie sie sich verhalten müssen, wenn ein Tier im Schockzustand ist.
Natürlich war auch hinter den anderen Türen des Kongresszentrums viel los: Verbände beim Kleintier, Gymnastik für rückenfreundliches Arbeiten und die elektronische Gesundheitskarte, um nur drei von rund 50 Themen zu nennen. Fast überall entwickelten sich lebhafte Diskussionen.
So auch in der Fallkonferenz zum Thema „Schnittstelle Zahnarztpraxis/Physiotherapie“. Kursleiterin Silke Moehlis informierte die ZFA darüber, dass ihre Chefs Patienten mit CMD Physiotherapie verordnen können. Bei entsprechender Zusatzausbildung könne der Physiotherapeut mit einer
manuellen Therapie muskulöse Verspannungen im Kiefer und Schädel lockern. „Leider wird diese Möglichkeit bisher nur selten genutzt“, so Moehlis.
Den Samstagabend konnte jeder nach seinem Geschmack ausklingen lassen. Gleich drei Events lockten: Der Feuerwerkswettbewerb in den Herrenhäusergärten, ein Zoobesuch und die gemütliche Gartenparty. Allzu spät wird es jedoch nicht: Zum morgigen Endspurt wollen ja alle fit sein.
jro
Die Fallkonferenz “Schnittstelle Zahnarztpraxis -Physiotherapie” war nicht nur interessant, sondern auch zukunftsweisend. An dieser Thematik sollten wir weiter arbeiten. Einfach toll!
…alles wunderbar.. tolle Kolleginnen, Aussteller, interessierte Teilnehmerinnen… gerne wieder.. nur mit mehr Schlaf bitte.
Die Zusammenkunft aller drei Berufsgruppen, ob als Aktive oder als Teilnehmer hat mir sehr gefallen, ich hatte sehr viel Spaß und freue mich auf ein Wiedersehen mit allen, die ich kennnenlernen durfte.
Ich war als Aktive dabei und habe Seminare betreut. Es hat mir richtig Spaß gemacht . Und ich fand es super, dass so viele meiner Berufskollegen an den Fortbildungen teilgenommen haben . Weiter so !!!